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Online-Business aufbauen: Die Organisation hinter deinem digitalen Produkt

leonieleodolter
4. Sept.
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Sept.


„So findest du deine perfekte Nische.“

„Diese 5 Online-Business-Ideen bringen dir Freiheit.“

„So erstellst du dein erstes digitales Produkt an einem Wochenende.“

„Mit diesen Pinterest-SEO-Tipps wirst du endlich gefunden.“

„So funktioniert Pinterest Marketing richtig.“

 

Diese, oder ähnliche Pins kennt jede von uns. Wir alle haben uns von genau diesen verleiten lassen. Sie versprechen ein selbstbestimmtes Leben, finanzielle Freiheit - und mehr Zeit und das alles natürlich mit möglichst wenig Aufwand.


Nein, bei mir gibt es keinen neuen Hack, keine neue Methode und kein neues Businessmodell – bei mir geht es um die Frage: Was passiert dann?

 

Nehmen wir also an, du hast all das gemacht. Dein digitales Produkt ist fertig, die Verkaufsseite steht und der erste Pin ist veröffentlicht.


Und jetzt? …


Wir wissen schließlich alle, dass die Arbeit an dieser Stelle nicht plötzlich aufhört. Ein Produkt zu erstellen, einen passenden Pin zu veröffentlichen und anschließend dabei zuzusehen, wie das eigene Online-Business völlig selbstständig Geld verdient, ist eine schöne Vorstellung. In der Realität gehört aber viel mehr dazu. Als ich begonnen habe, wurde ich ziemlich schnell einem Realitätscheck unterzogen. Ich dachte „Leonie, du hast schon ein Start-up aufgezogen – so ein paar digitale Produkte zu verkaufen kriegst du locker hin.“ – Fehlanzeige. Auch wenn ich mir in den letzten Jahren viele Skills im Marketing, SEO und Unternehmensaufbau angeeignet habe – so einfach wie es in diesen Pins verkauft wird, ist es am Ende doch nicht.


Und der Grund ist ganz einfach: Es handelt sich um ein Unternehmen. Ein digitales Produkt, ein paar Pins und läuft schon – ist einfach eine Lüge. Und auch, wenn wir das alle wissen, glauben wollen wir es erst wenn wir es erleben. Der erste Verkauf kommt normalerweise erst hunderte Pins, Tests und Optimierungen später – DAS ist die Realität. 


So viel dazu … ich will dir hier aber deine Träume nicht zerstören. Ich will dich eigentlich beim Aufbau unterstützen. Denn was wir alle wissen, aber niemand ausspricht: auch ein online Business, ist ein Business – mit allem, was dazu gehört.


Produkte, Content und Marketing, Rechnungen und Belege, Dateien und Bilder, Kundennachrichten und Termine: all das und noch viel, viel mehr gehören dann plötzlich zu deinem Alltag. Und der Alltag, will verwaltet werden und das schon lange vor den ersten Kooperationen, Einnahmen und Mitarbeitern.


Erstaunlicherweise beschäftigen wir uns beim Aufbau eines Online-Business sehr ausführlich damit, wie wir unser Produkt digital verkaufen können. Sehr viel weniger Gedanken machen wir uns darüber, wie wir das Business dahinter führen wollen.


So kann das digitale Produkt vollautomatisch ausgeliefert werden, während die Idee für das nächste auf einem Post-it am Bildschirm klebt. Der Contentplan steht im Notizbuch, wichtige Termine im Tischkalender und auf dem Handy existieren drei verschiedene Notizen mit Dingen, die man auf keinen Fall vergessen darf.


Das Produkt ist online. Der Rest des Unternehmens findet auf Notizzetteln statt.


So viel zum Thema Freiheit.

 

Was nach dem ersten digitalen Produkt eigentlich entsteht


Ein digitales Produkt ist zunächst genau das: ein Produkt. Rundherum entsteht mit der Zeit ein Unternehmen mit verschiedenen Arten von Arbeit. Und genau diese Arbeit lohnt sich früher zu betrachten als erst an dem Tag, an dem man endgültig den Überblick verliert.


Du musst dafür noch kein ausgefeiltes System aufbauen. Aber du solltest wissen, welche Bereiche mit deinem Business wachsen werden. Denn das werden sie, ganz sicher. 


1. Aufgaben & persönliche Arbeitsorganisation


Wo sammelst du Aufgaben, was bestimmt deine Prioritäten und wie planst du deine Woche? Dein Kalender allein beantwortet nicht die Frage, was heute tatsächlich erledigt werden muss. Deine tägliche Arbeit braucht deshalb einen verlässlichen Ort, an dem du sie sehen kannst, statt sie im Kopf herumzutragen – und das am besten nicht wie in 2010 sondern wie es sich 2027 für ein online Business gehört – von überall aus!


2. Wiederkehrende Arbeit & Businessorganisation


Rechnungen bearbeiten, Content veröffentlichen, Produkte aktualisieren oder einen Launch vorbereiten: In einem Business wiederholt sich mehr, als man am Anfang erwartet. Überlege dir früh, wie du mit solchen Abläufen umgehst, damit du nicht bei jeder Wiederholung wieder bei null anfängst. Im besten Fall, von Beginn an so organisiert, dass du Kleinigkeit theoretisch auch in der 2-Stunden-Wartzeit beim Zahnarzt erledigen kannst oder Automatisierungen den Großteil für dich erledigen.


3. Dateien & digitale Ordnung


Produktdateien, Bilder, Rechnungen, Verträge, Texte, Vorlagen und Brandmaterialien brauchen einen festen Platz, sie bilden die Basis von allem. Entscheidend ist dabei, wo du sie speicherst, aber vor Allem, ob du sie in sechs Monaten noch findest. Also auch hier gilt wieder – bau dir Entlastung vom ersten Tag an.


Hunderte Dateien im Nachhinein neu benennen oder in eine Cloud schieben, macht nicht nur Arbeit, wenn es so weit ist, sondern schon im Vorhinein viele schlaflose Nächte. Glaube mir.  


4. Projekte


Ein neues Produkt, ein Launch oder eine neue Website besteht nicht aus einer einzelnen Aufgabe, die an einem Tag erledigt wird, sondern aus vielen zusammenhängenden Schritten. Sobald mehrere solcher Vorhaben parallel laufen, solltest du nachvollziehen können, was bereits erledigt ist, was noch offen ist und wo du gerade stehst.


5. Content & Ideen


Wer sein Online-Business über Pinterest, einen Blog, Newsletter oder Social Media vermarktet, produziert laufend neue Inhalte und ebenso viele Ideen dafür. Sie brauchen einen Ort, an dem sie gesammelt, weiterentwickelt und später wiedergefunden werden können, statt über Notizbücher, Screenshots und spontane Handynotizen verteilt zu sein sollten diese Bereiche klar definiert sein damit sie später auch automatisiert werden können.


6. Kunden & externe Kommunikation


Auch ein digitales Produkt bringt Kontakt mit Menschen mit sich. Vielleicht nicht sofort, aber irgendwann sicher. Fragen, Anfragen, Kooperationen oder individuelle Absprachen sollten nicht irgendwo zwischen E-Mails und Direktnachrichten verschwinden. Überlege dir, wo relevante Informationen zusammenlaufen und wie daraus notwendige Aufgaben entstehen.


7. Zusammenarbeit


Vielleicht arbeitest du heute noch allein. Wenn später eine virtuelle Assistenz, Freelancer oder andere Unterstützung dazukommen, sollten Informationen, Aufgaben und Absprachen nicht ausschließlich über dich laufen. Je weniger dein Business nur in deinem Kopf verständlich ist, desto leichter kannst du tatsächlich Arbeit abgeben.


Diese Bereiche müssen weder alle ein eigenes Tool bekommen noch von Anfang an perfekt organisiert sein. Aber sie existieren trotzdem. Und je früher du weißt, wo etwas hingehört, wie wiederkehrende Arbeit gehandhabt wird und was nicht dauerhaft in deinem Kopf bleiben sollte, desto weniger musst du später mühsam entwirren.


Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem digitalen Produkt und einem digital geführten Business.

 


Das Produkt ist fertig. Jetzt baust du das Business dahinter.


Ein gutes digitales Produkt ist eine hervorragende Voraussetzung für ein erfolgreiches Online-Business. Mehr aber auch nicht. Erfolg entsteht nicht allein aus Motivation, einem guten Produkt und der Hoffnung, dass der richtige Pin irgendwann die richtigen Menschen erreicht. Dahinter braucht es Planung, Entscheidungen und eine Arbeitsweise, auf die du dich verlassen kannst.


Wer das nicht hat, gibt entweder irgendwann auf oder landet früher oder später erst recht bei mir (oder einer Branchenkollegin)und dann wird’s richtig teuer. Ein überladenes, chaotisches System im laufenden Betrieb neu zu organisieren – DAS ist nämlich dann die richtige Mammutaufgabe.

 

Aber Leonie, was soll ich noch alles gleichzeitig lernen … ich hab eine Familie auch noch …

 

Ich weiß und genau deswegen habe ich "A simpler way to work" entwickelt.


Der Guide hilft dir dabei, deine eigene digitale Arbeitsweise aufzubauen, ohne dir einfach irgendein fertiges System überzustülpen. Du schaust dir zuerst an, wie du heute arbeitest und welche Bereiche überhaupt Struktur brauchen. Anschließend gehen wir die zentralen Bereiche deines Business durch und erst danach beschäftigen wir uns damit, welche Tools dazu passen und wie daraus Schritt für Schritt dein eigenes System entsteht.


Denn Freiheit entsteht nicht nur durch ein digitales Produkt. Sie entsteht durch ein Business, das dir Unabhängigkeit ermöglicht. Eine Sammlung aus Post-its, Notizzetteln und Dingen, an die nur du denken kannst, tun das nicht.

 




 
 
 

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